Hüttentour

Einige Tage vor der Hüttentour war klar, dass für uns als Amateure der geplante Weg über die Rappenseehütte zur Fiderepasshütte auf Grund der in dieser Höhe noch liegenden Schneemassen nicht zu bewältigen sein würde. Hektisch wurde noch umgeplant und auf die Schnelle wurde das Hörnerhaus oberhalb von Bolsterlang als Quartier auserkoren.

Zu neunt machten wir uns dann am Pfingstsamstag auf den Weg und parkten am Fuße der Seilbahn, die uns in wenigen Minuten zu unserem Quartier gebracht hätte. Unerschrocken wählten wir stattdessen mit Ausrüstung und Vesper für drei Tage den Umweg durch das Bolgenach Tal. Vorbei an der Alpe Zunkleiten und der Bolgenalpe stieg die Gruppe bis zu einem kleinen Ebene am Fuße des Riedberger Horns. Von dort aus machte sich ein Teil der Gruppe nach dem Vesper ohne Gepäck auf zum Gipfelsturm. Auf Grund der auch hier vorhandenen Schneereste blieb es dann beim vorgelagerten Gipfel. Zurück bei den anderen machte sich die gesamte Gruppe dann auf zur Bergstation der Bolsterlanger Hörnerbahn. Von dort ging es steil bergab zur Mittelstation, wo unser Nachtquartier mit einem Abendessen und einem kühlen Radler auf uns wartete.

Am zweiten Tag ging es mit leichtem Gepäck über den Großen Ochsenkopf zum Höllritzer Eck und dann über den Graustein erneut zum Riedberger Horn (1787 m), dem höchsten Berg der Hörnergruppe. Erstaunlicherweise, mussten wir uns auch in diesen Höhen über so manches Schneefeld und durch manchen noch unpräparierten Wanderweg kämpfen. Immer wieder wurden wir dafür mit einem herrlichen Panorama belohnt.

Am Sonntag machte die Panorama-Hörnertour den krönenden Abschluss. Über den Weiherkopf und das Rangiswanger Horn ging es zum Ofterschwanger Horn, wo wir die Mittagspause unter Gipfelkreuz genießen konnten. Von dort aus ging es zu Fuß wieder hinunter ins Tal und dann zurück nach Bolsterlang, wo der Jugendwerksbus auf uns wartete. Mit den ersten fallenden Regentropfen machten wir uns nach einem anstrengenden aber auch sehr schönen Wochenende in Gottes wunderbarer Schöpfung auf den Heimweg.

Bauernhoffreizeit

Auch dieses Jahr hat wieder die Bauernhoffreizeit, vom 11.06. bis zum 16.06., auf dem Guthof, bei Familie Bühler stattgefunden. 36 Kinder und elf Mitarbeiter waren dieses Jahr am Start. „Mit allen Sinnen“: war das diesjährige Motto, dieses wurden auf die einzelnen Tage aufgeteilt und das Programm der Tage daran angepasst. Am Dienstag Tag des Sehens, war das Highlight die Führung über den Bauernhof mit anschließender Foto-Ralley. Da am nächsten Tag, der Tag des Fühlens, uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte, mussten wir das Morgenprogramm ins Zelt verlegen. Nachdem es nachmittags etwas aufklarte, konnten die Kinder einen Barfußparcours selbst bauen und befüllen. Am Donnerstag haben alle gemeinsam gekocht und gegessen. Am selben Tag gab es auch Workshops, beispielsweise Bumerang bauen, Pferde reiten oder Speckstein schleifen. Die Wanderung zur Schied Hütte am Freitag mit anschließendem Picknick, war ein Spaß für jedermann. Nachmittags hat der Jäger uns Themen rund um den Wald nähergebracht und uns durch den Wald geführt. Wer wollte, konnte auf dem Rückweg auf den Pferden der Familie Bühler zurück zum Bauernhof reiten. Nach dem Grillen und Stockbrot als Nachtisch, hatten die Kids noch Zeit für das gemeinschaftliche Singen am Lagerfeuer. Am nächsten Morgen durften die Kinder noch das Melken der

Kühe miterleben, bevor es an den Abbau der Zelte ging. Nachmittags hatten die Kinder die Möglichkeit die Workshops fertigzustellen. Die Freizeit wurde mit dem gemeinsamen Gottesdienst am Sonntagmorgen abgeschlossen. Alles im alles war es eine sehr gelungene Freizeit, die allen Spaß machte, trotz des teilweisen schlechten Wetters.

(Annika Winkler)

Kirchentag in Dortmund

Was für ein Vertrauen – unter diesem Motto fand der Deutsche Evangelische Kirchentag vom 19. – 23. Juni in Dortmund statt. 50 Menschen meldeten sich dafür über das EJK und das EJÖ an. Nach einer etwas zähen Anfahrt mit Staus und Baustellen, konnten wir dann trotz dunkler Gewitterwolken einen trockenen ersten Eröffnungsgottesdienst und den Abend der Begegnung erleben. Es zog sich durch den Kirchentag, dass immer wieder bedrohliche Wolken aufzogen, am Ende aber doch alle trocken blieben. Aus den zahlreichen angebotenen Veranstaltungen und Bibelarbeiten konnten sich alle etwas Passendes aussuchen. Ob das nun die Veranstaltungen zu den großen gesellschaftlichen und politischen Fragen wie Klimawandel oder Internationale Zusammenarbeit oder einer der vielen kleinen Workshops war, blieb jedem und jeder selbst überlassen. Vor allem an den Abenden wurde ein weitreichendes kulturelles Programm mit zahlreichen Bands, A-Capella Gruppen und weiteren Künstlern geboten. Nicht immer aber oft mit Tiefgang und christlichem Hintergrund. Zum Abschluss nahm die gante Gruppe am Sonntag am Abschlussgottesdienst im Signal Iduna Park teil, wo sonst der BVB seine Heimspiele austrägt. Auch hier wurde der weite Bogen von den persönlichen Zusagen Gottes an jeden Einzelnen bis hin zur gesellschaftlichen Verantwortung von uns Christen geschlagen. Erschöpft aber auch bereichert traten die Teilnehmenden danach die Heimreise an. Im Gepäck viele schöne Eindrücke und den einen oder anderen inspirierenden Gedanken.